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Kampagne
Herzlich willkommen auf autowechsel-jetzt.de! Wie auch immer Sie auf diese Internetseite gelangt sind - nehmen Sie sich ein paar Minuten Ihres Lebens, um sich zumindest darüber zu informieren, wie Sie auf das Leben anderer Menschen Rücksicht nehmen können. Dank der Forschung sind immer umweltfreundlichere Fahrzeuge möglich. Doch weil die Politik versagt, werden die Autos nicht umweltfreundlicher sondern -schädlicher, zudem gefährlicher. Diese Kampagne wurde initiiert, um dies in Zukunft zu ändern. Mit gesellschaftlichem Druck, kreativen Aktionen auf der Straße und politischen Forderungen soll für eine umweltfreundlichere Mobilität gesorgt werden. Der gewissenlose Einsatz von Fahrzeugen mit hohem Verbrauch stellt für das Klima eine Bedrohung dar - in Stadt und Land, sogar weltweit. Der Individualverkehr kann und muss klimafreundlicher gestaltet werden. Jetzt! Um auf diese Internetseite hinzuweisen, werden entsprechende Aufkleber vertrieben. Hierbei weisen die Initiatorinnen darauf hin, dass sie sich von jeglicher Sachbeschädigung distanzieren und dazu aufrufen, die Aufkleber nicht zum Anlass einer solchen zu nehmen. Weitere Hintergründe bei unserem Schweizer Vorbild: http://www.menschenfreundlicher.ch
Klimawandel
Der Klimawandel ist das wohl größte Problem dem sich die Menschheit je gegenüber sah, denn er gefährdet die Grundfesten aller Kulturen und Lebensräume. Der menschlich verursachte Treibhauseffekt bewirkt, dass es auf der Erde durchschnittlich wärmer wird. Folgen sind regional sehr unterschiedliche Veränderungen in den Ökosystemen. So wird es zu Überschwemmungen kommen, die Straßen und Häuser weg spülen, anderer Orts werden Dürren Hungerkatastrophen auslösen, Hitze- und Kältewellen können Infrastruktur und Lebensgrundlagen zerstören und Malaria könnte auch bei uns eine heimische Krankheit werden. Zudem wird der Anstieg des Meeresspiegels ganze Länder, Städte und Inseln bedrohen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat errechnet, dass bis 2050 ungefähr 800 Milliarden Euro für die Klimafolgen aufgewendet werden müssen. Auch Nicolas Stern berechnete die Anpassungskosten auf fünf bis zwanzig Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukt – doch bei richtigem Klimaschutz ließen sich diese auf ein Prozent senken. Klimaschutz lohnt sich also auch in finanzieller Hinsicht! Doch das heißt Handeln statt einfach so weiter machen wie bisher. Die PendlerInnenpauschale muss endlich durch stärkere Investitionen in den ländlichen ÖPNV ersetzt werden. Wir brauchen verbindliche Verbrauchsobergrenzen für Autos und ein Tempolimit auf der Autobahn.
http://www.global-warning.de - Wettbewerb 'Global Warning'
http://www.gruenes-klima.de - Portal 'Grünes Klima'
Verursacher
Der Straßenverkehr macht in Deutschland rund in Fünftel, EU-weit sogar ein Viertel der CO2-Emissionen aus. 2004 waren es 171.186.000 t die verkehrsbedingt über Deutschland in die Luft gepumpt wurden. Als einziger Sektor verbuchte der Verkehr einen Anstieg (von über 8%!) der Emissionen im letzten Jahrzehnt. Das muss sich ändern! Die Prognosen sehen leider anders aus. Europaweit wir ein Anstieg von 40% prophezeit, weshalb es umso wichtiger ist, etwas dagegen zu tun. Bitte überlegen Sie, ob es wirklich nötig ist, einen großes, teures und emissionsstarkes Fahrzeug durch die Innenstadt zu jagen, wenn Sie mit einem sparsamen Kleinwagen genauso effektiv an Ihr Ziel kommen könnten! Außerdem: Laut einer Crash-Studie des ADAC schneiden so genannten SUVs schneiden beim Fußgängerschutz bei Unfällen miserabel ab. Die großen Geländewagen gleichen bei Unfällen einer fahrenden Mauer, Unfallopfer können sich nicht wie bei kleineren Wagen über die Motorhaube abrollen. Jahr für Jahr sterben laut ADAC europaweit rund 7000 Fußgänger bei Kollisionen mit Autos. Geländewagen hätten sich bei Crashtests als besonders gefährlich bei Zusammenstößen mit Personen erwiesen, da Fahrzeuge mit über 2,5 Tonnen Gewicht von der Prüfung des Fußgängerschutzes im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens befreit sind. "Becken und auch die Köpfe von Kindern prallen bei diesen hohen Fahrzeugen mit voller Wucht gegen die vordere Haubenkante", schreibt der ADAC.
Alternativen
Wenn Sie Ihren Beitrag für einen klimaschonenden und sicheren Verkehr leisten wollen, können Sie das tun! Sie können zum Beispiel weniger autofahren. Gehen Sie doch mal zu Fuß oder fahren Sie mit dem Fahrrad. Sie wollen nicht radfahren, weil der Verkehr nervt? Wir fordern, die Verkehrsregeln stärker am nicht-motorisierten Verkehr auszurichten. Für längere Strecken bieten öffentliche Verkehrsmittel oft eine Alternative. Die sind Ihnen zu teuer und zu weit weg? Wir fordern einen weiträumigen Ausbau des öffentlichen Verkehrs und einen möglichst kostenlosen ÖPNV. Wenn Sie nicht ohne Auto leben können oder wollen, benutzen Sie doch eines, das wenig Sprit verbraucht und damit wenig CO2 ausstößt. Das ist billiger und gesünder für Sie und Ihre Umwelt. Wer braucht in Deutschland heute schon einen Geländewagen? Effizientere Autos gibt es zu genüge und viele Möglichkeiten, sich bei Umwelt- und Verkehrsverbänden über die CO2-Werte der Fahrzeuge zu informieren (Zum Beispiel bei http://www.besser-autokaufen.de). Doch das reicht uns nicht: Wir wissen, dass es längst möglich wäre Hybrid- und Gas-Motoren auch in Deutschland zu verkaufen und Drei-, Zwei- und sogar Ein-Liter-Autos zu bauen, wenn sich die Industrie nicht dagegen wehren würde. Wir fordern: Die Durchschnittgrenzen beim CO2-Ausstoß müssen durch absolute Obergrenzen ergänzt werden und die Entwicklung alternativer Antriebssysteme unterstützt werden. Die Probleme sind bekannt und es gibt Alternativen.
Forderungen
Wir fordern: Weg mit den
Spritfressern! Bis 2010 muss ein Grenzwert zwischen 150-200 Gramm C02/ km für
PKWs festgelegt werden, der in den Folgejahren konsequent herabgesetzt wird. Außerdem
fordern wir deutlich engere TÜV-Kriterien für Fahrzeuge ohne KAT und Rußpartikelfilter.
Damit jedes Auto ökologisch und sozialverträglich umgerüstet werden kann,
bedarf es dabei staatlicher Subventionshilfen. Auch gilt es, die
Automobilindustrie stärker für die Entwicklung alternativer Antriebssysteme in
die Pflicht zu nehmen. Deshalb soll auch die Mineralölsteuer schrittweise und
sozial verträglich auf drei Euro angehoben werden und die KfZ-Steuer nach dem
CO2 Ausstoß bemessen werden. Der motorisierte Individualverkehr hat unserer
Ansicht nach in Großstädten nichts mehr zu suchen. Dadurch werden die Städte
ruhiger, sicherer und gesünder. Stattdessen muss der öffentliche
Personennachverkehr flächendeckend und möglichst kostenlos zur Verfügung
gestellt werden. Auch auf dem Land muss der öffentliche Verkehr massiv
ausgebaut werden, damit die Menschen auch dort ihre Abhängigkeit vom
motorisierten Individualverkehr ablegen können. Außerdem müssen genügend
Fahrradwege geschaffen werden und den FußgängerInnen und FahrradfahrerInnen
durch intelligente Verkehrsführung Vorfahrt vor motorisiertem Verkehr gegeben
werden. Für all diese Forderungen wollen wir uns in Politik und Gesellschaft
stark machen und hoffen auf Unterstützung.
K-Gruppen
Über den Klimawandel redet
mittlerweile jeder, aber die Wenigsten tun auch etwas. Doch Klimaschutz ist
nicht nur auf internationaler Ebene möglich – jedeR kann bei sich zu Hause
anfangen, kleine Dinge bewegen und die Gesellschaft aufklären und
sensibilisieren. Daher starten wir den Aufruf K-Gruppen zu gründen. Was sind
K-Gruppen? Nein, keine kommunistische Kadergruppen, sondern Klimaschutzgruppen,
die sich in ihrer Region zusammenschließen, um etwas zum Klimaschutz
beizutragen. Sie verteilen Flyer, um auf den Benzinverbrauch von Autos
hinzuweisen, sie engagieren sich an ihrer Schule oder Uni, um den
Energieverbrauch zu senken, sie kämpfen für neue Radwege, sie protestieren
gegen den Bau von Kohlekraftwerken, sie fordern eine Solaranlage fürs
Rathausdach... der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Auch Ihr möchtet
eine K-Gruppe gründen? Dann schließt Euch mit lokalen Umweltgruppen oder
Jugendorganisationen zusammen und macht einfach einen Aushang in der Uni oder an
der Schule, schaltet eine Anzeige in der Lokalzeitung, oder verteilt Flyer auf
Partys und in Kneipen. Trefft Euch, macht Pläne für Aktionen und geht auf die
Straße. Wenn Ihr Unterstützung, Ideen oder Material braucht, wendet Euch
einfach an die BUNDjugend oder die GRÜNE JUGEND. Habt Ihr Eure K-Gruppe gegründet,
schickt uns bitte auch Eure Kontaktdaten, damit wir sie hier eintragen können.
Gründet K-Gruppen! Die Strafzettel zur Autowechsel-Kampagne bekommt ihr auf
autowechsel-jetzt.de zum Download. Material könnt ihr z.B. unter http://www.gruene-jugend.de/orderlist
bestellen
Impressum
Verantwortlich für die Kampagne sind die Initiatorinnen BUNDjugend (www.bundjugend.de) und GRÜNE JUGEND (www.gruene-jugend.de)
GRÜNE JUGEND Bundesverband
Hessische Str. 10
10115 Berlin
Tel.: 030 275 940 95
Fax.:
030 275 940 96
Email:
buero[at]gruene-jugend.de